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archiv2006-10

Unsere Arbeiten und Termine 2010

[06.11. - 10.11.2010] Massenproteste gegen Atompolitik und Castortransport

Am ersten Novemberwochenende ist es wieder soweit: erneut soll ein Zug mit Castorbehältern voller hochgiftigem Atommüll in Richtung des Zwischenlagers Gorleben rollen. Es ist der zwölfte Castortransport ins Wendland und trotzdem ist nicht die geringste Spur von Gewöhnung oder Resignation bei den Bewohner_innen des Landkreises Lüchow-Dannenberg zu erkennen. Im Gegenteil, dieser Castor 2010 scheint ein heißes Eisen für Atomlobby, Politik und Polizei zu werden. Die Bürgerinitiative (BI) Lüchow- Dannenberg verzeichnet mittlerweile rekordverdächtige Anmeldezahlen von überall her und es werden immer mehr…

Nachdem bereits in den letzten Jahren die Castor-Transporte durch massive Proteste gestört wurden, wird dieses Jahr mit noch mehr Teilnehmer_innen gerechnet. Grund für die erwarteten Massenproteste ist das politische Klima beim Thema Atomenergie. Die letzten Monate waren einerseits geprägt durch Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke, Milliardengewinne der Stromkonzerne und Wiederaufnahme der „Erkundung“ -oder sogar Privatisierung- des Salzstockes in Gorleben. Andererseits nehmen Ignoranz gegenüber Atomkraftgegner_innen sowie Anzeigen und Verfahren gegen Anti-Castor-Aktivist_innen zu. Dieser Repression gilt es sich gemeinsam entgegen zu stellen, solange krankheitsverursachende und todbringende Energie weiterhin genutzt wird.

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Ihre Rechnung haben CDU, e.on & Co. jedoch ohne uns alle gemacht. Der ohnehin schon scharfe Gegenwind scheint sich grade in einen wahren Protestorkan auszuwachsen. Demonstrationen, Sitzblockaden und die neue Initiative des öffentlichen „Schotterns“ als könnten, laut BI Lüchow-Dannenberg, die größten Proteste ergeben, die jemals bei einem Castortransport stattfanden. Für uns ist klar: Atomenergie ist keine saubere oder gar sichere Energie und erst recht nicht die Energie der Zukunft.

Fahrt ins Wendland, beteiligt euch kreativ an den Widerstandsaktionen - Stopp Castor!

Basisgruppe Medizin 30.10.2010

Mehr Infos: Castor 2010


[08.12.2010] Aktionstag Medizin - selbstbestimmte Lehre …von Studis für Studis www.aktionstag-goettingen.de

[17.11.2010] Mi - EinsteigerInnen Abend der Basisgruppe Medizin im Rosa-Luxemburg-Haus

[06 - X.11.2010] [solange bis sie aufhören] - Castor Atommüll - Transport Wir stellen uns quer! Gross-Kundgebung am 6. November, 13 Uhr, Dannenberg Castor stopp, Atomausstieg sofort!

[03.11.2010] Mi - Anti-Atom-Demo in Göttingen von Eltern mit Kindern auf Bobby-Cars und Treckern ab 16Uhr

[02.11.2010] Di - Welcome to the Machine Abend - linke Gruppen kennenlernen

20:00 Uhr | Autonomicum (unten im blauen Trum, Campus) | Göttingen

[30.10.2010] Sa - Demo - „Keine Homezone füer Nazis“ antifaschistische Demonstration in Höxter Start: 13:00 Uhr, Bahnhof Höxter www.antifahoexter.tk | www.keinehomezone.tk

[28.10.2010] Do - medizinische Flüchtlingshilfe Göttingen - EinsteigerInnenabend 18:00 Uhr | Ort wird bekanntgegeben, achtet auf weitere Ankündigungen www.mfh-goe.org

[23.10.2010] Sa - Castor-Strecken Aktionstag ab 11 Uhr Infostände und Workshops auf dem Bahnhofsvorplatz Göttingen ab 14 Uhr Demonstration http://www.castor-strecken-aktionstag.de/regionen

[21.10.2010] Do - Kundgebung - Schluss mit den rassistischen Sondergesetzen in der Familienpolitik! 15:30 Uhr | vor dem Neuen Rathaus (Hiroshimaplatz) | Göttingen

[20. - 22.10.2010] Mi-Fr - O-Phase Medizin… geht ab!

[20.10.2010] Mi - Stadtrundgang - Göttingen in der NS-Zeit - mit der Geschichtswerkstatt Göttingen

[19.10.2010] Di - O-Phasen Party einiger Basisgruppen im JuZI ab 22Uhr

[02.10.2010] Sa - Ausstellungseröffnung - „Afghanistan - Das wahre Gesicht des Krieges“. Plakatausstellung. Eröffnung mit Diavortrag von Christine Bucholz, MdB, DIE LINKE (Mitglied des Kundus-Untersuchungsausschusses und Verteidigungsauschusses). Veranstalterin: Sabine Lösing, MdEP (GUE/NGL). 13:00 Uhr, APEX , Burgstrasse 46, Göttingen

[01. bis 03.10.2010] Fr-So - Aktionen - Kein Tag für die Nation. Kein Tag für Deutschland! Gegen die Feierlichkeiten in Bremen. http://bremen310.hopto.org/ , http://www.basisgruppe-antifa.de/ , http://www.antifa-hannover.de/2010/raus-auf-die-strasse/ ,

[27.09.2010] Mo - Info - & Mobilisierungsveranstaltung zu den Protesten gegen den Tag der Deutschen Einheit in Bremen , 20:00 Uhr, Theaterkeller Veranstaleter_in: Redical M Göttingen

[25.09.2010] Sa - Demo - Es reicht! Demonstration gegen den Abschiebeknast in Büren http://www.aha-bueren.de/

[18.09.2010] Sa - Demo - Schluss jetzt mit Atomkraft! Großdemonstration mit Umzingelung des Regierungsviertels http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/anti-atom-demo.html

[17.09.2010] Fr - Mobilisierungsveranstaltung zur Büren-Demo: „Schlagbäume zu Zahnstochern - Abschiebeknäste zu Lichtungen!“ Am Freitag, den 17. September, findet um 20 Uhr im Cafe Kabale eine Mobisilierungsveranstaltung mit einem Referenten des Vereins „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V.“ zur bundesweiten Demonstration gegen den Abschiebeknast Büren statt. Im Anschluß wird dann noch eine Dokumentation gezeigt. 20:00, Café Kabale, Geismar Landstr. 19, Göttingen

[11.09.2010] Sa - Aufmucken gegen Rechts-Festival. Einbeck, Rheinischer Hof – Einlass 19 Uhr Beginn 20 Uhr. Aufmucken-Festival Einlass 19 Uhr Beginn 20 Uhr Ort: Einbeck, Rheinischer Hof Veranstalter_in: http://solidnortheim.blogsport.de/

[27.08.2010] - Vortragsveranstaltung und Vorstellung der aktualisierten Neuauflage der Informationsbroschüre „Festung Harz“.

Am 27.08.2010 findet in der Jugendherberge Goslar um 19 Uhr eine Vortragsveranstaltung zum Thema Rechtsextremismus in der Harzregion statt. Referent für die Veranstaltung ist der Journalist Kai Budler, der unter anderem für den NPD-Blog und die Internetseite „Störungsmelder“ tätig ist. Veranstalter ist die Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt (ARUG). Die Veranstaltung wird über den Lokalen Aktionsplan Goslar des Bundesprojektes „Vielfalt tut gut“ gefördert.

Die Broschüre kann nach der Veranstaltung kostenlos mitgenommen werden. Größere Mengen bitte im Vorfeld ankündigen! Später wird die Broschüre dann über die ARUG, gegen Porto erhältlich sein.

am Freitag 27. August 2010 , 19:00 Uhr, Jugendherberge Goslar, Rammelsberger Straße 25, Goslar, Raum Rammelsberg

Die Veranstaltung wird unterstützt durch das Goslarer Bündnis gegen Rechtsextremismus und die Jugendherberge Goslar

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.


[17.08. bis 09.09.2010] Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“ zum zweiten Mal in Göttingen / In den Berufbildenden Schulen II.

Die Wanderausstellung zur NS- Zwangsarbeit in Südniedersachsen kommt ein zweites Mal nach Göttingen. Die Schau startete Anfang dieses Jahres in der Göttinger Lokhalle und war danach in der ehemaligen Kurhessenkaserne in Hann. Münden zu sehen. Ab dem 17. August wird sie in den Berufsbildenden Schulen II in der Godehardstraße in Göttingen gezeigt. „Die Ausstellung ist bisher auf großes Interesse gestoßen. Wir freuen uns, dass wir sie jetzt in einer Schule zeigen können. Es gibt ein umfangreiches Begleitprogramm mit Theater und Stadtrundgängen. Es sind zwei Zeitzeugengespräche mit dem ehemaligen niederländischen Zwangsarbeiter Cees Louwerse und mit der ehemaligen polnischen Zwangsarbeiterin Bronisława Burek geplant“, sagt Lisa Grow von der Geschichtswerkstatt Göttingen. „Außerdem haben die Schülerinnen und Schüler der BBS II Führungen für Schulklassen vorbereitet“, so Grow. Die interaktiv und multimedial gestaltete Ausstellung wurde von den Geschichtswerkstätten Duderstadt und Göttingen in Kooperation mit internationalen Projektpartnern erstellt. Sie zeigt in 13 thematischen Stationen das Ausmaß, die Bedeutung und die Vielfältigkeit von Zwangsarbeit am regionalen Beispiel Südniedersachsen. Im Mittelpunkt stehen die Biografien ehemaliger Zwangsarbeitender aus mehreren europäischen Ländern. Die Spur ihrer Lebensgeschichten ermöglicht einen Blick auf die europäische Dimension der NS-Zwangsarbeit. Um diese Dimension zu betonen, ist die Ausstellung von einem internationalen Team konzipiert worden, dem Wissenschaftler aus den von Verschleppung und Zwangsarbeit betroffenen Ländern Polen, Italien und den Niederlanden angehören. Studierende der Fachhochschule Hannover erarbeiteten das Design und die multimediale Präsentation. Die Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“ wird von der Europäischen Union und von zahlreichen Institutionen in Südniedersachsen gefördert.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Ausstellung: www.zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu

Zur Ausstellung ist ein Katalog in Form einer Kartenbox (16-seitige Broschüre und zwölf Faltblätter mit Lebensgeschichten von Zwangsarbeitenden und Verortungsgrafiken) erschienen, der in der Ausstellung erhältlich ist oder über die Homepage der Ausstellung bestellt werden kann.

Anschrift und Öffnungszeiten: Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“ in der Mediothek der BBS II - Berufsbildende Schulen II - Godehardstraße 11, 37081 Göttingen 17. August - 9. September 2010 Mo, Mi, Do: 8-16 Uhr Di, Fr: 8-14 Uhr Sa, 21.8. und 4.9. : 8-12 Uhr Der Eintritt ist frei. Spenden sind erwünscht.

Für Schulklassen und größere Gruppen ist eine Anmeldung erforderlich! Bitte telefonisch bei der BBS II unter (0551) 49 61 777, per E-mail: bbs2@bbs2goe.de oder per Fax: (0551) 49 61 774 anmelden. Auf der Homepage der BBS II gibt es weitere Informationen zu den Aktivitäten der Schule rund um die Ausstellung und eine Unterrichtseinheit „Zwangsarbeit in der NS-Zeit“ zum Herunterladen: www.bbs2goe.de


[10.08.2010] Di - VA: Doing Extremism: Hintergründe zur Kampagne gegen die linke Szene in Göttingen am Beipiel der Roten Strasse

Veranstalter_in: Solidaritätskomitee Rote Strasse

Veranstaltung mit Podiumsdiskussion

19 Uhr, Apex, Burgstrasse 49 Göttingen


[10.08.2010] Di - VA: zum Mord an Ernst Thälmann - Warum SS-Mörder von der bundesdeutschen Justiz nicht belangt werden …

Im März 1933 wurde der KPD-Vorsitzende Ernst Thälmann wie viele andere Antifaschist_innen von den Nazis verhaftet, gefoltert und in sog. Schutzhaft genommen. Die Nazis beabsichtigten, einen Schauprozess gegen Thälmann und die KPD zu inszenieren. Nachdem sich 1933 der sog. Reichstagsbrandprozess gegen Georgi Dimitroff für die Nazi-Führung zu einer internationalen Blamage entwickelt hatte, wurden die Pläne für einen Prozess gegen Thälmann fallengelassen. Ernst Thälmann wurde bis August 1944 in Schutzhaft unter Aufsicht der SS belassen und zuerst in Berlin-Moabit, dann in Hannover und letztlich in Bautzen ins Gefängnis gesperrt, die meiste Zeit davon verbrachte er in Isolationshaft. Am 17. August wurde Thälmann auf direkten Befehl Hitlers von Bautzen ins Konzentrationslager Buchenwald transportiert, wo er unmittelbar nach seiner Ankunft in der Nacht vom 17. auf den 18. August 1944 von einem SS-Exekutionskommando ermordet wurde. Die Ehefrau Ernst Thälmanns, Rosa Thälmann, sowie ihre gemeinsame Tochter Irma, die beide die Inhaftierung im Konzentrationslager in Ravensbrück überlebt hatten, strengten 1962 von der DDR aus einen Mordprozess in der BRD gegen die mittlerweile namentlich bekannten Mitglieder des Buchenwalder SS-Exekutionskommandos an. Doch die bundesdeutsche Justiz, in der noch die alten Nazi-Richter und -Staatsanwälte wirkten, wusste dieses Verfahren konsequent zu sabotieren: Das Ermittlungsverfahren gegen die damals noch lebenden SS-Mitglieder wurde innerhalb von 25 Jahren Insgesamt 7 mal durch die Staatsanwaltschaft eingestellt. Nur aufgrund der Hartnäckigkeit der Nebenklägerinnen Rosa und Irma Thälmann kam es 1982 durch ein sog. Klageerzwingungsverfahren zum Prozess gegen einen der SS-Männer.

Die Veranstaltung beleuchtet im ersten Abschnitt die Verhaftung und Ermordung Ernst Thälmanns sowie die internationale Solidaritätsbewegung für seine Freilassung; im zweiten Abschnitt wird der mühevolle juristische Kampf der Angehörigen Thälmanns um Gerechtigkeit aufgezeigt sowie dargelegt, warum in der BRD Nazi-Mörder prinzipiell straffrei davonkommen können.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Roten Hilfe Göttingen, der VVN-BdA Göttingen, von www.secarts.org und der SDAJ Göttingen.


[24.07 - 01.08.2010] Sa bis So - Action - Antifa Camp Weimar/Buchenwald

[27.07.2010] Di - Begleitung zur Ausländerbehörde - 10 Uhr Neues Rathaus

[31.07.2010] Sa - Demonstration gegen Abschiebungen - 15 Uhr Kornmarkt/Gänseliesel

Niedersachsens Innenministerium und Göttinger Stadtverwaltung halten noch immer an Abschiebungen fest

(dokumentierter Flugblatt Text)

Nachdem wir der Abschiebemaschinerie in Göttingen Sand ins Getriebe gestreut haben und die geplanten Abschiebungen von 30 Roma ins Kosovo am 22. Juni 2010 vorläufig verhindert werden konnten, müssen wir gemeinsam mit den betroffenen Menschen den Druck auf die rassistische Asylpolitik Göttingens, Niedersachsens und nicht zuletzt Deutschlands aufrecht erhalten. Dieser menschenverachtenden Praxis muss endlich ein Ende bereitet werden.

An Bord des Air Berlin-Flugzeuges, das an diesem Tag von Schweden über Düsseldorf und Wien nach Pristina flog, befand sich unter anderen Abgeschobenen eine sechs-köpfige Roma-Familie, die seit 21 Jahren in NRW lebte. Alle Kinder dieser Familie wurden in Deutschland geboren (die älteste ist 13 Jahre alt!). Es konnte lediglich verhindert werden, dass mit diesem Flug Menschen aus Niedersachsen abgeschoben wurden. Das bedeutet allerdings nicht, dass das Risiko weiterer Abschiebeversuche vermindert wäre. Die Situation in Göttingen: Bei drei der Familien wurde durch das Stellen von Asylanträgen die Abschiebung gestoppt werden. Zwei Menschen waren gezwungen, sich in ein Kirchenasyl zu flüchten, und hoffen auf der juristischen Ebene, eine Wiedereinsetzung ihres Duldungsstatus zu erreichen. Das niedersächsische Innenministerium wartet nur auf einen negativen Ausgang der Verfahren, um anschließend die bereits geplanten Abschiebungen vollziehen zu können.

In Deutschland einen dauerhaften Aufenthaltsstatus zu bekommen, ist nach der Aushebelung des Asylrechts durch den sogenannten Asylkompromiss im Jahre 1993 fast unmöglich geworden. Auch die sogenannte Bleiberechtsregelung aus dem Jahr 2007 bietet nur für wenige Menschen eine Option zum Bleiben. Durch die ständige Drohung einer Abschiebung sowie weitere rassistische Sondergesetze wie Residenzpflicht, Gutscheinpraxis, de-facto Arbeitsverbot oder willkürlich auferlegte Aufenthaltstitel wird ein Leben in Würde hierzulande vielen Menschen verwehrt. Neben den Abschiebevorhaben von Roma ins Kosovo sind auch andere Menschen betroffen: so sollen aktuell u.a. auch Kurden nach Syrien abgeschoben werden.

Wir fordern ein Bleiberecht für alle und werden dies am Samstag, den 31.07.2010, erneut auf die Straße tragen. So wollen wir zeigen, dass diese menschenunwürdige Asylpraxis auf einen immer breiteren Widerstand stößt. Dazu treffen wir uns um 15.00 Uhr am Kornmarkt (Gänseliesel), um mit viel Kraft und Kreativität unsere Solidarität zu demonstrieren.

Am Dienstag, den 27.07.2010 um 10.00 Uhr, werden wir Flüchtlinge zur Ausländerbehörde begleiten, um sie bei der Verlängerung ihrer Duldungen zu unterstützen. Die Menschen sollen nicht länger alleine der Willkür der Mitarbeiter_innen der Ausländerbehörde ausgesetzt bleiben.

Zu diesen Aktionen werden ALLE Menschen mit antirassistischem Selbstverständnis aufgerufen.

BLEIBERECHT FÜR ALLE !

DER WIDERSTAND GEHT WEITER !

SEID SAND IM GETRIEBE DER ABSCHIEBEMASCHINERIE !

NO NATION – NO BORDER – FIGHT “LAW AND ORDER” !

Achtet auf weitere Ankündigungen! z.B.: http://www.alle-bleiben.info/news oder http://www.papiere-fuer-alle.org/


[16.07.2010] Fr - VA: PERSEPOLIS - Frauen im Iran

Teil der Veranstaltungsreihe „Aufbegehren in Bild und Text. Vom Umgang des Comics mit Protest, Subkultur und Identität“

Heute stehen Frauen im Iran in der ersten Reihe der Protestbewegung. Sie werfen Steine und rufen „Tod dem Diktator“. 1979, im Jahr der islamischen Revolution, waren sie die ersten, die das islamische Regime zu spüren bekamen: Zwangsverschleierung und Sittenpolizei markierten die Grenzen ihrer Freiheit. Die zugewiesene Rolle der Frau ist untrennbar mit der Existenz des islamischen Regimes verbunden. Der Film „Persepolis“ (2007) nach dem gleichnamigen Comic-Roman von Marjane Sartrapi greift die Repressionen gegen und die Erfahrungen von iranischen Frauen auf und schildert die Umwälzungen der islamischen Revolution aus der Sicht eines Mädchens: die Einschränkungen für Frauen, aber auch ihre Rolle in der politischen Opposition. Er beleuchtet das Verhältnis von Privatheit und Öffentlichkeit, von Familie und historischen Ereignissen. Und immer geht es um die Figur der Marjane, die schließlich den Iran verlässt und den Geschlechterbildern und dem Freiheitsbegriff des Westens begegnet und sich mit der Identität einer Migrantin auseinandersetzen muss.

Wir gucken Ausschnitte aus dem Film und diskutieren im Anschluss mit Menschen aus dem Iran die Fragen nach dem Zusammenhang von Frauenunterdrückung und der Macht des islamischen Regimes, der Rolle der Jugend in der aktuellen Protestbewegung und der Darstellung der historischen Ereignisse und gesellschaftlichen Zusammenhänge im Film.

In der Veranstaltungsreihe der Basisgruppen Germanistik und SoWi.

, 19.00 Uhr, Café Kabale


[02.07.2010] Do - VA: Gegenstrategien als (neue) Systemressource? Grenzüberschreitung als Norm? Problematisierung einer populären Zeitdiagnose

Vortrag und Diskussion mit Silke van Dyk (Soziologin und Aktivistin) am Donnerstag den 1. Juli 2010 um 19:00 Uhr im Roten Buchladen

„Welche Erfindungen erleichtern den Widerstand? Welche Ideen unterwandern das System? Wo lauern revolutionäre Störungen? Was können wir tun, um erfolgreich herrschende Verhältnisse aufzulösen?“ Nein, es handelt sich hierbei nicht um ein linkes Flugblatt oder eine Kongressankündigung zum Thema „Kapitalismus am Ende“. Mit diesen Fragen wurde die aus EU-Mitteln finanzierte „Subversivmesse. Fachmesse für Gegenkultur und Widerstandstechnologien“ beworben, die als offizieller Bestandteil des europäischen Programms „Linz. Kulturhauptstadt 2009“ im Mai letzten Jahres ihre Tore öffnete.

Widerstand als EU-Projekt? Gegenkultur als Haupt(stadt)programm? Subversion als Aushängeschild einer mittelgroßen österreichischen Stadt? Wenn auch ein ausgefallenes Beispiel, so scheint die Subversivmesse doch kein Einzelfall zu sein, sondern einen Trend zu bestätigen: Von vielen Seiten hören wir die Zeitdiagnose, dass (kreative) Abweichung und subjektiver Eigensinn, dass Autonomie und Kritik(fähigkeit) von Störfaktoren zu Produktivkräften des spätmodernen Kapitalismus geworden sind. Was aber wird aus Kritik und Widerstand in einem System, das – so die verbreitete Beobachtung – in der Lage ist, derlei Praktiken den Stachel zu ziehen und sie als „Lernhilfen“ für eine Optimierung kapitalistischer Produktion und Vergesellschaftung zu nutzen? Was, wenn subversive Ideen und widerständige Praktiken nicht nur toleriert, sondern im Hochglanzformat präsentabel und förderungswürdig sind – siehe Linz? Der Vortrag widmet sich der Diskussion und Problematisierung dieser Diagnose.

Die Veranstaltung findet im Buchladen Rote Straße (Nikolaikirchhof 7) statt und fängt um 19:00 Uhr an.

Der Eintritt ist frei


[15.06.2010] Di - Aktionstag gegen Abschiebung: Demonstration um 18 Uhr ab Gänseliesel, Göttingen

[an die bgmed Internetredaktion zur Veröffentlichung gesandt.]

Veranstalter_innen: ???

Die Abschiebemaschinerie in Göttingen läuft mit unverminderter Intensität und Brutalität weiter. Für Dienstag, 22. Juni, ist erneut eine Sammelabschiebung von Düsseldorf nach Pristina (Kosovo) geplant. Für diesen Abschiebeflug sind auch mindestens zwei Familien aus Göttingen angemeldet. Des Weiteren beabsichtigt die Ausländerbehörde für Dienstag, den 15. Juni, die Abschiebung einer Frau aus Afghanistan nach Italien.

Für viele Flüchtlinge ist der Weg in die „Illegalität“ die einzige Möglichkeit einer Abschiebung zu entgehen. Illegalisiert zu leben bedeutet, ein Leben ohne jegliche Rechte zu führen, sich verstecken zu müssen, die Kinder nicht zur Schule schicken zu können, keine abgesicherte Arbeit auszuüben und im Krankheitsfall nicht zum Arzt gehen zu können. Es ist ein Leben mit der Angst denunziert und erpresst zu werden.

Nach der Aushebelung des Asylrechts durch den sogenannten Asylkompromiss im Jahre 1993 - damals ausgelöst durch die rassistischen Pogrome in Rostock-Lichtenhagen, ist es fast unmöglich geworden, einen dauerhaften Aufenthalts-status in Deutschland zu erlangen. Auch die sogenannte Bleiberechtsregelung aus dem Jahr 2007 bietet nur für wenige Menschen eine Option zum Bleiben.

Dieses sowie weitere rassistische Sondergesetze - Residenzpflicht, Gutscheinpraxis oder willkürlich auferlegte Aufenthaltstitel (Duldung) - verwehren ein menschliches Leben.

Setzen wir am Aktionstag, am Dienstag, den 15. Juni, den geplanten Abschiebungen all unsere Kraft und Solidarität entgegen: Um 9 Uhr werden erneut Flüchtlinge zur Ausländerbehörde begleitet, um eine Verlängerung ihrer Duldungen zu erreichen. Die Menschen sollen nicht alleine der Willkür der Mitarbeiter_innen der Ausländerbehörde ausgesetzt werden. Abends um 18 Uhr findet dann eine Demonstration ab Kornmarkt (Gänseliesel) statt, um entschlossen gegen Abschiebungen und die rassistischen Sondergesetze zu kämpfen.

Zu diesen Aktionen werden ALLE Menschen mit einem antirassistischen Selbstverständnis aufgerufen.


[15.06.2010] Di - VA - „Total Extrem“ Eine Veranstaltung zur Extremismustheorie. Veranstaltung mit Dr. Gerd Wiegel & Gruppe Gegenstrom

[21.05.2010] Fr - Veranstaltung mit der FAU Berlin und der französischen CNT zu gewerkschaftlichen Kämpfen

[27.05.2010] Do - VA: Kritk der Psychologie - Das moderne Opium fürs Volk

19:00 - 22:00h | ZHG (Zentrales Hörsaalgebäude) | HS 001 |

Veranstaltet von gruppe3 und Junge Linke: www.gruppe3.org | www.junge-linke.de

[29.05.2010] Sa - Wenn rechts = links ist: Extremismus - Kritik an der derzeitigen öffentlichen Debatte

19:30 - 22:00h | Theaterkeller | Geismarlandstr. 19 | Göttingen

Veranstaltet von gruppe3: www.gruppe3.org

[28/29.05.2010] Fire & Flames Festival Junges Theater - Hospitalstr. 6 - Göttingen

Veranstaltet von >ALI<: www.ali.antifa.de

[29.05.2010] Sa - „unser Hund bellt da wo wir wollen!“ Antifa-Stadtralley

[01.06.2010] Di - VA: „Hauptsache gesund?“ Behinderung als Supergau des bürgerlichen Individuums

18-20Uhr | Hörsaal 69/71 | Uniklinikum Göttingen | Robert-Koch-Str. 40| Göttingen

Veranstaltet von Basisgruppe Medizin Göttingen

[04/05.06.2010] Antifee Festival gegen Nationalismus und Sexismus Campus | Uni. Göttingen

Vortragsreihe zum Thema Theorie und Krise:

[28.04.2010] Thomas Dürmeier: „Welche Rolle spielte die Wirtschaftswissenschaft in der Finanzkrise?“

[12.05.2010] Katharina Trapp: „Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise.“

[26.05.2010] Andreas Backhaus: „Beiträge Schumpeters, Kondratieffs und der Österreichischen Schule zur Krisentheorie.“

Datum noch nicht fest: Eberhard Schmidt: „Die Krise von 1929 und die Regulationstheorie.“

[09.04.2010] Fr - Veranstaltung zur Selbstbefreiung des Konzentrationslagers Buchenwald und zu Gedenkstättenpolitik mit Ulrich Schneider (VVN-BdA und ehemaliger Gedenkstättenleiter)

Veranstalter_innen: >ALI<, Verein zur Förderung antifaschistischer Kultur e.V.

19.00 Uhr | Buchladen | Nikolaikirchhof 7 | Göttingen


[11.04.2010] So - Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald (bei Weimar) Sonntag, 11. April 2010 | 10.00 Uhr | Göttingen Zur Feier des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos anlässlich des 65. Jahrestages der Selbstbefreiung der Häftlinge

Busfahrkarten gibt es im Roten Buchladen.

13.30 Uhr: Gedenkfeier

14.30 Uhr: Möglichkeit der Teilnahme an einer Führung durch die Gedenkstätte (90 Min.)

16.00 Uhr: Gedenken des Internationalen Lagerkomitees am Glockenturm auf dem Ettersberg

18.00 Uhr: Rückfahrt ab Buchenwald, Rückankunft in Göttingen ca. 20.30 Uhr.

Veranstalter_innen: >ALI<, Verein zur Förderung antifaschistischer Kultur e.V., VVN-BdA Göttingen. unterstützt durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung


[16.04.2010] Fr - Buchvorstellung und Bilderschau „Revolution und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918 - 1923“ mit Bernd Langer

Veranstalter_innen: >ALI<, Verein zur Förderung antifaschistischer Kultur e.V.

19.00 Uhr | Buchladen | Nikolaikirchhof 7 | Göttingen

[18.04.2010] So - Historischer antifaschistischer Stadtrundgang durch Bad Lauterberg mit Bernd Langer. Der Abschluss findet am VVN-Gedenkstein am Felsenkeller statt.

Veranstalter_innen: >ALI<, Verein zur Förderung antifaschistischer Kultur e.V.

14.00 Uhr | Kleiner Kurpark, an der Quelle | Bad Lauterberg

[08.05.2010] Sa - Kundgebung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Göttingen zum 65. Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus

Veranstaltungen von Gruppen des Bündnis für gesellschaftliches Engagement Gegen Kriminalisierung und politische Justiz:

März bis Mai 2010

[16.03.2010] Di – VA: Ein neues Versammlungsrecht für Niedersachsen -Vereinfachung oder Grundrechtsdemontage? Vortrag mehreren Anwält_innen.

Martina Dierßen (ver.di), Johannes Hentschel (Rechtsanwalt), Sebastian Wertmüller (DGB)

18:00 – 20:00 Uhr | ver.di-Geschäftsstelle | Straße!! | Göttingen Veranstaltet von ver.di Göttingen

[08.04.2010] Do - Omerta in Uniform – Wie lügt die Polizei?

Thomas Wüppesahl (Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Kritische Polizistinnen und Polizisten), Patrick Humcke (DIE LINKE, MdL)

19:00 Uhr, Raum wird noch bekannt gegeben. checkt: www.politische-justiz.org

Veranstaltet von der Grünen Jugend Göttingen und Linksjugend ['solid] Northeim-Göttingen

[14.04.2010] Mi – VA: Erzählungen vom Göttinger Überwachungsskandal 2004

19:00 Uhr | ZHG 002 | Platz der Göttinger Sieben 4 | Göttingen

Veranstaltet vom AntiAtomPlenum Göttingen

[20.04.2010] Di – Klaus Ronneberger „Die Rennaissance der öffentlichen Ordnung“

18:00 Uhr, Raum wird noch bekannt gegeben. checkt: www.politische-justiz.org

Veranstaltet von der Fachgruppe Geschichte und der Fachgruppe Sozialwissenschaften

[21.04.2010] Mi - Verfolgt, verdächtigt, eingeschüchtert: Zur Geschichte und Gegenwart des § 129(a/b)

Enno Brand, Johannes Hentschel, Joachim Lau

19:00 Uhr | ZHG 002 | Platz der Göttinger Sieben 4 | Göttingen

Veranstaltet von der Basisgruppe Geschichte

[25.04.2010] So - Bernd Belina „Wie Städte im Namen der Sicherheit sozial sortiert werden“

18:00 Uhr Theaterkeller | Geismar-Landstrasse 19 | Göttingen

Veranstaltet von der Basisgruppe Geschichte


[27.04.2010] Di - Zwischen Knüppel und Kommunikation. Polizei und Protest in der Bundesrepublik

Vortrag und Diskussion mit Michael Sturm (Uni Leipzig)

Über „die“ Polizei kursieren viele Mythen. Nicht selten erscheint die Polizei als geheimnisvoller „Apparat“ an den sich zahlreiche Ängste, aber auch Ansprüche und Hoffnungen knüpfen. Das tatsächliche Wissen um die Polizei, ihre historischen Entwicklungslinien, ihre Strukturen und ihr Selbstverständnis ist jedoch oftmals erstaunlich dünn.

In dem Vortrag sollen verschiedene Aspekte der Entwicklung polizeilichen Einsatzverhaltens seit den späten 1960er Jahren nachgezeichnet werden. Kam bis dahin, in der Hochphase des Kalten Krieges vor allem der Bereitschaftspolizei in der Bundesrepublik (wie unter umgekehrtem Vorzeichen in der DDR auch) die Funktion einer Bürgerkriegsarmee zur Niederschlagung befürchteter bewaffneter Aufstandsversuche zu, begann sich im Zuge der „Beatkrawalle“ und der Proteste der 68er-Bewegung das Selbstverständnis und die Einsatzstrategien der Polizei zu verändern. Erst Recht die Proteste der neuen sozialen Bewegungen seit den 1970er Jahren, aber auch Großereignisse wie etwa die Fußball-WM 2006, führten zu grundlegenden polizeilichen Reformen. Die verbreiteten Schlagworte in gegenwärtigen polizeilichen Diskursen lauten „Konfliktmanagement“ und „Deeskalation“. Die neuen polizeilichen Einsatztaktiken bei Protestereignissen sind indessen zwiespältig. Zum einen betont die Polizei nach außen ihr „demonstrantenfreundliches“ Auftreten, zum anderen wurde das Einschreiten gegen vermeintliche „Störer“ zunehmend professionalisiert. Ziel polizeilicher Einsätze bei Demonstrationen ist es demnach nicht zu reagieren, sondern zu agieren. Der Rechtsstaat soll „nach vorne“ verteidigt und polizeiliche Ziele möglichst konsequent umgesetzt werden. Überblickt man die Anwendung polizeilicher Gewalt im Protestgeschehen der letzten Jahre, so kann von der vielfach behaupteten „Zivilisierung“ der Handlungsmuster und der Stärkung „deeskalierender“, kommunikativ ausgerichteter Einsatzstrategien nur in sehr eingeschränktem Maße gesprochen werden. Das Droh- und Gewaltpotential, das die Polizei nicht zuletzt durch ihre spezialisierten Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE) repräsentiert, hat sich weder faktisch noch in der Wahrnehmung des Publikums verringert.

Was ist also von der Selbstdarstellung der Polizei als „zivilgesellschaftlicher Partner“ zu halten? Handelt es sich bei polizeilicher Gewaltanwendung im Rahmen von Demonstrationen um bedauerliche Ausnahmen? Oder lassen sich auch in diesem Bereich Tendenzen einer zunehmenden „Verpolizeilichung“ der Bundesrepublik erkennen?

Veranstaltet von der Basisgruppe Fusion

19:00 | Institut für Kulturanthropologie (Friedländer Weg 2) | Raum PH 05

checkt: www.politische-justiz.org


[28.04.2010] Mi - „Der Polizeieinsatz während des G8-Gipfels in Heiligendamm - Rückblick und kritische Einschätzung“ - Vortrag und Diskussion mit Werner Rätz (Bonn).

Uhrzeit und Raum werden noch bekannt gegeben. checkt: www.politische-justiz.org

Die Veranstaltung wird von Attac Göttingen organisiert.

[29.04.2010] Do - Rolf Gössner „Zu viel Macht – zu wenig Kontrolle: Neuere Polizeientwicklung, Kontrolldefizite und Sanktionsimmunität“

19:00 Uhr | Kino Lumière | Geismar Landstr. 19| Göttingen Eintritt frei, Spenden sind sehr erwünscht

Veranstaltet von Schöner Leben Göttingen

[07.05.2010] Fr – Hanna Poddig, Lesung: „Radikal mutig: Meine Anleitung zum Anderssein“

Veranstaltet von ASJ Göttingen/Südniedersachsen

19:00 Uhr, Ort wird per Internetseite bekanntgegeben. checkt: www.politische-justiz.org

[08.05.2010] Sa – Hanna Poddig, Workshop: Autoritäten entblößen - kreative Antirepression

12:00 – 18:00 Uhr Ort wird per Internetseite bekanntgegeben. checkt: www.politische-justiz.org

Veranstaltet von ASJ Göttingen/Südniedersachsen

[06.05.2010] Di - Extrem brenzlig: Von der Neuauflage der Totalitarismustheorie, Kundus in Kreuzberg und Schünemanns Schnüffelhunden.

Referent_innen von der Antifaschistischen Linken Berlin

Veranstaltet von der Antifaschistischen Linken International >A.L.I.< und der Roten Hilfe Göttingen

Donnerstag, 6. Mai 2010 | 19.00 Uhr | Apex | Burgstraße | Göttingen

[18.03.2010] Do - Aktionstag für die Freiheit aller politischen Gefangenen

wir sind nicht alle! es fehlen die Gefangenen!

[11.03.2010] Do - Vortrag: Warum Muskeln manchmal der Mumm fehlt. Über Muskelerkrankunen im Kindesalter. Vortrag von Prof. Wilichowski, Pädiatrie II mit Schwerpunkt Neuropädiatrie

VeranstalterIn: flügelschlag e.V.

19:00 | Uniklinikum Göttingen | HS 04

[08.03.2010] Mo - internationaler Frauenkampftag - gegen Patriarchat und Sexismus!


„Power of Pussy“. Eine unendliche Geschichte des Feminismus. Ein Theaterstück der Fräulein Wunder AG

Junges Theater Göttingen

Der legendäre Tomatenwurf von Sigrid Rüger löste 1968 die zweite Welle der Frauenbewegung aus. Doch wie weit flog die Tomate wirklich? fragt sich die Fräulein Wunder AG und begibt sich auf eine skurrile Zeitreise durch die Geschichte des Feminismus: Vorbei an Blaustrümpfen und Suffragetten zu BH-Verbrennungen und Masturbationskreisen, zurück zu Eva und der Frucht der Erkenntnis. Von den Demonstrationen gegen den § 218 zu Ursula von der Leyens Erziehungspolitik, zurück zu Valerie Solanas Männervernichtungsphantasien und Alice Schwarzers PorNO!-Kampagne. Doch weder mit Judith Butlers „Gender Trouble“ noch durch Charlotte Roches Feuchtgebietsforschung kann die Geschichte zu Ende erzählt werden, denn die Frage: „Wie gleichberechtigt leben, arbeiten und lieben?“ bleibt ein Zukunftsprojekt.

Welche Zukunft hat das Projekt „gleichberechtigt leben, arbeiten und lieben“ in Göttingen? Zur Diskussion dieser und anderer Fragen laden die Veranstalter_innen und Schauspieler_innen im Anschluss an das Stück zum Gespräch ein.

VeranstalterInnen: DGB und DGB-Jugend Südniedersachsen-Harz, Frauenforum Göttingen, Ver.di Süd-Ost-Niedersachsen, Gleichstellungsbüro der Philosophischen Fakultät der Universität Göttingen, [femKo]

20:00| jT | Göttingen


[13.02.2010] Sa - Demo - Naziaufmarsch in Dresden verhindern!

www.no-pasaran.mobi


[11.02.2010] Do - „Himmel und Mehr“ Dokumentarfilm über Dorothea Buck, 20.00 Uhr

HIMMEL UND MEHR

Deutschland 2008, 90 min. Regie und Kamera: Alexandra Pohlmeier

Die Bildhauerin Dorothea Buck ist durch die Hölle gegangen. Aus eigener Kraft hat sie zurück in ein erfülltes Leben gefunden. 1917 geboren gerät Dorothea Buck mit neunzehn Jahren in eine schwere psychische Krise. Die ärztliche Diagnose Schizophrenie stempelt sie im Dritten Reich als minderwertig ab, gemäß dem Erbgesundheitsgesetz wird sie 1936 zwangssterilisiert. Entgegen der ärztlichen Unheilbarkeitsprognose versucht Dorothea Buck zu verstehen, was sie in die Psychose getrieben hat und entwickelt eine eigene Theorie ihrer Erkrankung. So findet sie schließlich den Schlüssel zu ihrer endgültigen Heilung. Die Regisseurin Alexandra Pohlmeier hat Dorothea Buck zwischen 2001 und 2008 regelmäßig in ihrer Hamburger Atelierwohnung besucht und auf ihren Reisen begleitet, um diese große Lebenserzählung festzuhalten. Ergänzt wird sie durch die Außenperspektive der jüngeren Schwester, die ein Schlaglicht auf die Rat- und Hilflosigkeit von Angehörigen psychisch Erkrankter wirft. HIMMEL UND MEHR ist ein Film über eine mutige Frau - ein Film, der Mut macht!

Aufführungstermine:

Donnerstag, 11. Februar 2010, 20.00 Uhr im LUMIERE, Geismarlandstr. 19, 37083 Göttingen. Nach dem Film: Gespräch mit der Regisseurin Alexandra Pohlmeier. Infotisch im Foyer des LUMIERE zu psychischen Erkrankung und zu Hilfsangeboten im Raum Göttingen Freitag, 12. Februar 2010, 18.00 Uhr und Samstag, 13. Februar, 18.00 Uhr im LUMIERE

Weiter Informationen unter www.himmelundmehr.de und unter www.lumiere.de


[28.01.2010] Do - „Kundgebung gegen Transphobie und Rassismus“ um 14h auf dem zentralen Uni-Campus

[27.01.2010] Mi - „Per la Vita“ Konzert zum Holocaust-Gedenktag mit Esther Bejarano und Microphone Mafia

Eintritt: Sieben Euro, ermäßigt vier Euro

Vorverkauf im Roten Buchladen, Nikolaikirchhof 7, Göttingen, und bei den anderen Veranstaltungen dieser Reihe.

Veranstaltet vom Göttinger Bündnis „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – 27. Januar“

Esther Bejarano überlebte als Musikerin des Mädchenorchesters das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Ihr gelang die Flucht von einem der Todesmärsche. Als politische Aktivistin und Musikerin kämpft Esther Bejarano noch heute gegen Faschismus und Antisemitismus. Gemeinsam mit den Kölner Rappern Kutlu Yurtseven und Signore Rossi von Microphone Mafia, die seit den 90ern sehr erfolgreich gegen Rassismus rappen, gründete sie ein spannendes Musikprojekt und veröffentlichte die CD „Per la vita“.

20 Uhr | Altes Rathaus | Kornmarkt | Göttingen

[30. 01.2010] Sa - Stadtrundgang - Medizin im Nationalsozialismus in Göttingen

Dauer: ca. 90 Minuten

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen

Der Rundgang vermittelt auf dem Gelände des ehemaligen Universitätsklinikums die Geschichte der medizinischen Wissenschaften im Nationalsozialismus und ausgewählter Professoren der Medizinischen Fakultät der Universität Göttingen. Rund 1600 Männer und Frauen wurden während der Zeit des Nationalsozialismus in Göttinger Universitätskliniken zwangssterilisiert. In den Unikliniken waren ZwangsarbeiterInnen beschäftigt. Welche Haltung hatten Göttinger Medizinwissenschaftler zur rassistischen Gesundheitspolitik der Nationalsozialisten? Wie verliefen ihre Karrieren in der NS-Zeit und nach 1945?

14 Uhr | Treffpunkt: Haupteingang der Neuen Universitätsbibliothek | Platz der Göttinger Sieben 1 | Göttingen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

[19.01. bis 22.01.2010] Di-Do - Wahlen der Studierenden im WS 2009/2010 zu den studentischen Organen / Uniwahlen

für Mediziner_innen: im Klinikum vor dem Aufzug D3, Ebene 0. mit Lichtbildausweis!

im Klinikum könnt ihr auf Ebene 0 am Aufzug D3 (also am Hörsaalbereich) folgendermaßen wählen

*am 19.01. bis 21.01. von 10:00 bis 17:00

*nur am 22.1.von 10:00 bis 14:00 auch im ZHG (GWZ, 1.Stock, Empore zw. HS 105 und 008)

[10.02.2010] Mi - VA: Gesellschaftliche Dimensionen und Rahmenbedingungen der Transphobie - Vortrag von Adrian de Silva

Transphobie bezeichnet individuelle und gesellschaftliche, bewusste und unbewusste Vorurteile, Diskriminierungen und Gewalt gegen Menschen, die nicht ins klassische Frau-/Mann-Schema hineinpassen. Nach einer eingehenden Begriffserklärung geht es in diesem Vortrag darum, anhand von ausgewählten Beispielen Dimensionen der Transphobie systematisch aufzuzeigen, ihre Entstehungsbedingungen geschlechtertheoretisch zu erfassen und Gegenmaßnahmen zu diskutieren.

Termin/Ort: Mittwoch, 10.02.2010, 19Uhr | Zentrales Hörsaalgebäude (ZHG) 005 |Platz der Göttinger Sieben 5.

[14.01.2010] Do - Diskussionsveranstaltung zu „Zeit des Zorns“

Diskussion mit Jutta Ditfurth zu ihrem Buch „Zeit des Zorns“

Veranstalter_in: redical[M] Göttingen

19:00 Uhr | Kino Lumiere | Geismar Landstraße 19 |

[13.01.2010] Mi - VA - „Gender goes school“. Jenseits von Benachteiligung und Notendurchschnitt

Vortrag und Diskussion mit Referent*in Konrad Manz

Ort: ZHG 002 Veranstalterinnen: DGB-Jugend, GEW, Kooperationsstelle

Die Debatte um Benachteiligung von Jungen in der Schule hat den Blick auf zentrale Probleme geschlechterbewusster Schulpädagogik verstellt. Es sind nicht ausschließlich die Leistungen, um die es in der Schule geht. Die Frage, ob nun eher „die Jungen“ oder „die Mädchen“ gefördert werden müssen, ist nicht die entscheidende. Stattdessen gilt es, bei den Bedürfnissen der einzelnen Schülerinnen und Schüler anzusetzen. Chancen und Probleme von Kindern und Jugendlichen lassen sich nicht daran festmachen, ob sie Mädchen oder Jungen sind, sondern daran, ob sie Möglichkeiten haben, ihre eigenen Konzepte von Männlichkeit und Weiblichkeit zu leben. Die Hierachie dieser Geschlechterkonzepte in der Schule soll in den Fokus der Debatte gestellt werden. Wodurch zeichnet sich demnach eine geschlechtersensible Schule aus?


[Uniwahlen 2009 - vorbei. Und nun?]

Die endgültigen Ergebnisse sind nun auf den Seiten der Uni veröffentlicht click here. Es steht außer Frage: ein Teil der Wählerinnen und Wähler an der medizinischen Fakultät möchte das wir unsere Arbeit weiterhin fortsetzen können. Diese Mandate werden wir wahrnehmen. Wir danken allen Wähler_innen für ihr für ihre Wahlbeteiligung und ihr kritisches Votum.

Wir sind mit 5 Sitzen im Fachschaftsparlament der med. Fakultät vertreten und haben somit unsere Relevanz als Gruppe der Studierendenschaft bestätigt. Die Gruppe Unabhängige Mediziner erreichte 16 Sitze im FSP und stellt die Vertretung im Fakultätsrat, sowie den Fachgruppensprecher.

Der Analyse zur generellen Lage der Unipolitik und der kritischen Diskussion der Wahlergebnisse (insb. für das StuPa) werden auch wir Raum geben.

Klar bleibt weiterhin: unsere Politik wird von Inhalten bestimmt. Unsere Kampagnen werden weitergehen. Deshalb haben wir auch weiterhin viel zu tun und freuen uns auf ein interessantes und aktives Jahr 2009.

[BG Medizin, 23.01.2010]


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